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KASPERL AUS KÄRNTEN |
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Der Kasperl ist ganz voller Dampf Und begibt sich in den Kampf. Er will das Krokodil besiegen, Die absolute Mehrheit kriegen.
Er holt sich seinen Freund den Petzi Und noch einige andre Spezi. Er sagt, er müsse so viel lachen Über all die sozial schwachen.
Das Krokodil, erklärt er ihnen, Kommt aus dem Land der Philippinen. Grün sei die Farbe seiner Haut, Diese so hart, daß einem graut.
Er spreche eine andere Sprache, Drum sei es eine gute Sache Ihn gleich in einen Zoo zu stecken, Da könnt’ man ihn durch’s Gitter necken.
Er habe auch schon oft vernommen, Das Krokodil sei viel geschwommen. Es sei sein täglich’ Höchstgenuß Zu tauchen in dem sumpf’gen Fluß.
Doch als er das letzte Wort gesprochen Kam schon das Krokodil gekrochen. Ohne Allüren und ohne Stolz Schob es sich durch das Unterholz.
Es macht den Mund auf um zu gähnen Und Kasperl, schockiert von seinen Zähnen, Hupft in den nächsten Baum ganz zitternd Die große Übermacht jetzt witternd.
Es sieht jedoch Petzi der Bär, Das Krokodil es weinet sehr. Er schaut es an und geht dann hin, Er tröstet und er streichelt ihn.
Das Krokodil es spricht ganz traurig: „ Ich bin nicht schlecht und gar nicht schaurig. Alle fürchten sich so vor mir, Doch bin ich ganz ein liebes Tier.
Bin zwar kein echter Österreicher, Hab’ harte Haut und bin kein weicher, Doch hab’ ich nun mal auch ein Herz Und bin empfindlich, fühle Schmerz.
Bin gottesgläubig, bin kein Heide, Such’ meinen Platz auf Gottes Weide, Doch weil ich komm’ vom Fernen Osten Krieg’ ich kein Heim und keinen Posten.“
Der Petzi sagt: „Es ist ‘ne Schande in diesem schönsten aller Lande, Drum bitte komm’ auf eine Jause Zur Großmutter in unser Hause.
Dort gibt es Kuchen und Kakao, Dort macht dich niemand mehr zur Sau. Du kannst auch gerne bei uns wohnen, Kannst es genießen, kannst dich schonen.
Du bist, obwohl mit grünem Bauch, Auch nur ein Mensch wie andre auch. Ein Gast von einem fernen Meere Wär’ unsrem Heim ‘ne große Ehre.“
Der Kasperl hupft vom Baume runter Und meint zum Publikum ganz munter: „Ich hoff’ das Stück hat euch gefallen, Denn es hat Biß und es hat Krallen,
Und, ob ihr’s glaubt oder auch nicht, Eine Moral hat die Geschicht’: Haltet euch Kinder stets vor Augen, Daß Populisten gar nichts taugen.
Das arme, arme Krokodil Mußte erleiden viel zu viel, Doch, wie ihr es von Märchen kennt, gab’s gottseidank ein Happy End.
Und kommt ein Mensch in tiefe Not, So teile man sein Heim und Brot Und hilfst du jedem Menschen gern, So leuchtet auch dir Gottes Stern.“
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Süß wie eine Rosine | Bumburubumbuluburubaraba
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